Wie es mit der Schule anfing

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Wie es mit der Schule im Kreis Euskirchen anfing

Vor 200 Jahren besuchte nur etwa jedes dritte Kind in den Dörfern im heutigen Kreis Euskirchen die Schule. Die anderen Kinder hatten keine Schule.

Jeden Tag schulfrei - hört sich das nicht verlockend an?

Schulfrei hieß damals aber nicht Zeit zum Spielen. Anstatt zur Schule zu gehen, mussten die Kinder den Eltern bei der Arbeit helfen. Sie mussten zum Beispiel
jüngere Geschwister versorgen,
im Haushalt, in der Werkstatt und bei der Ernte helfen,
oder Vieh hüten
und noch vieles mehr.
Im Winter gab es auf dem Bauernhof nicht so viel zu tun, deshalb konnten manche Kinder nur im Winter in die Schule gehen. Außerdem kostete damals der Schulbesuch Geld. Viele Familien wollten das Schulgeld sparen oder konnten es nicht bezahlen, weil sie arm waren. Und weil auch fast alle Erwachsenen nicht lesen und schreiben konnten, fanden sie den Besuch einer Schule für ihre Kinder nicht wichtig.

Vor mehr als 100 Jahren, das war in der Zeit, als es in Deutschland einen Kaiser gab, besuchten fast alle Kinder im heutigen Kreis Euskirchen die Schule.  

Sie hatten meistens vormittags und nachmittags Unterricht und gingen zum Mittagessen nach Hause. Es gab die staatliche Schulpflicht, und für den Besuch der Volksschule musste  kein Schulgeld mehr bezahlt werden. 

Alle Kinder besuchten zunächst die Volksschule. Die gab es fast in jedem Dorf. In kleinen Dörfern, wo es nur wenige Kinder gab, wurden alle Kinder in nur einer Klasse unterrichtet. Dann saßen Kinder aus allen Schuljahren in einem Klassenraum. In zweiklassigen Volksschulen unterrichteten zwei Lehrpersonen, eine für die Kinder von 6 bis 10 Jahren und eine für die älteren Kinder ab 11 Jahren. In den Städten und großen Dörfern im Kreis Euskirchen gab es für jede Altersstufe eine eigene Klasse, oft auch nach Jungen und Mädchen getrennt.

Gymnasien und Realschulen gab es nur wenige im heutigen Kreis Euskirchen. Diese waren vor allem in den Städten Euskirchen, Münstereifel und Schleiden. Nur selten konnten Kinder, die auf dem Land lebten, eine Höhere Schule besuchen. Der Schulweg war einfach zu weit. Außerdem musste man für den Besuch einer Höheren Schule viel Schulgeld bezahlen.

Vor etwa 50 Jahren wurde die Volksschule aufgeteilt in eine Grundschule und eine Hauptschule. Alle Kinder besuchen seitdem in den ersten vier Schuljahren die Grundschule. Danach wechselten alle auf eine weiterführende Schule.

Damals wurden viele kleine Volksschulen in den Dörfern geschlossen. 

 

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